Bei diesen Büchern handelt es sich vom Genre her um die Kategorie Reiseführer. Aber BANGKOK - Reiseführer für Männer ist nicht der tausendste Langweiler-Reiseführer über die thailändische Hauptstadt Bangkok, der zum tausendsten Mal dieselben Örtlichkeiten und Tempelanlagen aufzählt, sondern hier handelt es sich um einen Reiseführer, der sich speziell den Bedürfnissen von Männern zuwendet; insbesondere alleinreisenden Männern, ohne die grundlegenden Dinge, die jeden Bangkok-Besucher betreffen und interessieren, außer Acht zu lassen. Dieser Reiseführer enthält ausführliche Beschreibungen und Erfahrungsberichte von vielen Örtlichkeiten und Themengebieten, über die sich die gängigen Reiseführer zu gerne ausschweigen. Er setzt da an, wo andere nur beschämt schweigen: Patpong, Siam Square, Soi Cowboy, Thermae, Nana Plaza, Soi 33, Lumpini Park, Kao Sarn Road, BJ-Bars, Bodymassagen, Agogos, Nightlife, Clubs, Diskos. DIESER Reiseführer ist definitiv anders:  

Bangkok – Ein Reiseführer für Männer! 

Auch Bangkok - Reiseführer für Männer beschreibt die Möglichkeiten eines alleinreisenden Mannes in der Megametropole Bangkok. Als Autor eines „Reiseführers“ muss man sich ja erst einmal einlesen und sehen was die sogenannten „renommierten Reiseschriftsteller und Verlage“ so zum Thema meinen. An dem „Ferrari unter den Reiseführern“ (wie ein Rezensent, der wahrscheinlich nie in Thailand war, ihn nannte), diesem okkafarbenen und viel zu schweren Taschenbuch von einem etwas hilflos wirkenden Reisebuchautor und seinen Freunden kommt man da kaum vorbei. Obwohl dieser Reiseführer vom Prinzip her das Ziel verfolgt, den Leser auf seine Thailandreise vorzubereiten und einzustimmen, äußert er in der Praxis schon die größten Vorbehalte und fühlt sich genötigt immer wieder die Sextouristen anzuprangern, diese menschenverachtende Spezies und die Schicksale der Barladies zu verklären.

 

Kurz gesagt, die Schreiberlinge, die diesen Reiseführer (und ähnliche) verfasst haben, waren Nörgelheinis, die es nur darauf anlegten „politisch korrekt“ zu erscheinen, sich bei der weiblichen Leserschaft einzuschleimen und dem männlichen alleinreisenden Mann die letzte kleine Freude zu vermiesen und madig zu schreiben. Ich habe immer das Gefühl solche Autoren hassen ihre Leser aus tiefster Seele und verachten sie zutiefst. Das merkt man an diesen altklugen Bemerkungen wie: „...damals, als hier in der Kao Sarn Road noch die Hippies unterwegs waren...lieber Leser, schade dass Sie das nicht erlebt haben...aber wir kennen uns ja so toll aus und waren ja damals auch wirklich schon oder noch dabei...“ Was für ein fürchterlich aufgesetztes Getue.

Das Heuchlerischste ist immer wieder dieser autoritäre, strenge Unterton der Autoren, diese gespielte Empörung: „Das hat nichts mit Prüderie zu tun und unseren Moralvorstellungen, aber uns gefällt die Soi Cowboy einfach nicht...“ Nun, wenn das der Wahrheit entspricht ist man geneigt dem Kollegen zuzurufen: „Geh sterben!“ Einfältige, katholisch-verblendete Idioten sind das, sie und die ganze Schar von „netten Freunden die uns bei diesem tollen Buch geholfen haben“. Sie, deren freundlich grinsende Visagen ganz wichtig auf dem Buchdeckel prangen. Ja ja! Und wo bleibt der Leser? Wo bleibt die Realität? Was habt ihr sonst drauf, außer ungefragt eure verqueren Moralvorstellungen zu propagandieren anstatt dem Leser (und Konsumenten) mit sachlichen Tipps zur Seite zu stehen und ihn ordnungsgemäß auf das „Abenteuer Bangkok“ vorzubereiten? 

Ach, lassen wir das – wir haben das dämliche Buch in die Ecke geschmissen und selbst einen Reiseführer geschrieben – na ja, oder zumindest so etwas ähnliches. Hier ist er. Ohne erhobenen Zeigefinger.
Lesen Sie selbst. Los geht’s...



Bangkok – Ein Reiseführer für Männer!

  Diesen Reiseführer gibt es auch als eBook!

 

 

Aktualisiert (Donnerstag, den 10. Januar 2013 um 10:14 Uhr)