Tommy, ein KINDLE und ich… (Teil 1)

Ich muss und will das Thema E-Books bzw. E-Reader noch einmal aufgreifen, da ich einen “Selbstversuch” gestartet habe und da gibts dann tatsächlich ein paar grundlegend neue Erkenntnisse.

Abgesehen davon, dass ich lange der Meinung war, man müsste ein Buch auch „physisch in der Hand haben“, bin ich ja bekanntlich bekennender APPLE-Jünger und dachte lange Zeit, dass ich mit meinem iPad und dem iBookstore von APPLE in Sachen elektronischer Bücher eigentlich ganz gut bedient bin. Nun, dabei handelte es sich, wie ich neulich in Bangkok feststellen musste, um eine „klassische Fehleinschätzung“. Und das kam so:

Ich traf meinen Freund Tommy aus Phuket und der hatte (s)einen KINDLE dabei und der Tommy ist genau das Gegenteil eines APPLE-Jüngers. Ich will jetzt nicht sagen, der hasst den ganzen APPLE-Mist, aber er ist doch der Meinung, das ist nur was für unfähige, hörige Computer-Idioten (wie mich). Wie dem auch sei, wir haben uns mal seinen E-Reader von Amazon (Kindle zu 189 Euro) näher angesehen. Und ich war wirklich beeindruckt.

(Links oben auf dem Schreibtisch ist der KINDLE zu sehen.)

Nun ist es ja auch nicht mehr so, dass ich – wie in früheren Jahren – komplett beratungsresistent bin und spätestens, als Tommy gemütlich am Swimming Pool lag und völlig stressfrei ein Buch auf seinem KINDLE las und ich im Schatten hektisch mit meinem iPad rumfuhrwerkte und mal wieder vor lauter Spiegelungen auf dem Bildschirm NICHTS sah außer meiner eigenen haarlosen Visage und der hoch über mir stehenden Sonne…wurde klar: Der Tommy könnte recht haben wenn er sagt, ich sei ein Depp.

Ein weiterer einleuchtender Faktor zeigte sich drei Tage später: Während ich mal wieder mit knapp 90 Kilo Gepäck (wovon 98% Taschenbücher waren) unterwegs nach Udon-Thani war…

…war Tommy vergleichsweise mit „Handgepäck“ auf dem Weg zu einem 2monatigen Indientrip und hatte auf seinem Kindle MEHR BÜCHER dabei als ich in zwei Koffern und drei Reisetaschen!

Spätestens da war zweifelsfrei klar, dass ich der VOLLPFOSTEN in der Familie bin.

Nun muss man diesen „Status“ ja nicht ständig aufrechterhalten und kann sich „entwickeln“. Und zu so einem Versuch habe ich dann auch einfach mal angesetzt und versucht mich ein wenig „schlau zu machen“. Ich sag mir dann immer, ich darf mich vor Neuerungen nicht immer so fürchten und vielleicht haben „die anderen“ sich ja was dabei gedacht und nicht komplett unrecht. (Andererseits denke ich aber auch, wenn so ein KINDLE so toll wäre, dann würde es den ja wohl von APPLE geben, oder?)

Egal, ich habe diese Überlegung einfach mal zurückgestellt und vernachlässigt und mich vorurteilsfrei dem Thema gewidmet. Ergebnis: Die Amis fahren da total drauf ab. In Amiland werden jährlich mittlerweile mehr eBooks verkauft als gedruckte Bücher. Echt? Kaum zu glauben. Und seit zwei Monaten gibt’s das Teil jetzt auch im deutschen Amazon-Shop und verkauft sich wie geschnitten Brot. Beeindruckend, keine Frage. Und ich verpasse wahrscheinlich mal gerade wieder eine revolutionäre Neuerung wie damals anno 1995/96, als alle schon lange einen PC hatten (manche hatten schon den 2. oder 3.) und ich noch immer dachte, dass sei nur so ne „Modeerscheinung“ und ich brauche keine E-Mail-Adresse, wenn einer was will, kann er mir ja ne Postkarte oder einen Brief schreiben und mit der Post schicken. Dauert auch nur einen Tag…

Diesmal nicht. Und 189,- Euro ist ja auch durchaus moderat wenn man die Preise im APPLE-Shop gewöhnt ist. Also habe ich so ein Gerät bei Amazon geordert. Nützt ja nichts.

Wird fortgesetzt. Stay also bitte tuned.

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